{"id":2091,"date":"2010-06-12T22:42:09","date_gmt":"2010-06-12T21:42:09","guid":{"rendered":"http:\/\/192.168.10.121\/wordpress\/?p=2091"},"modified":"2013-08-29T19:06:01","modified_gmt":"2013-08-29T18:06:01","slug":"e-mail-howto","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/sci-fy.de\/wordpress\/e-mail-howto\/","title":{"rendered":"E-Mail HowTo"},"content":{"rendered":"<p>Die Basis ist f\u00fcr jederman interessant. Es wird aber zunehmend auf das Mail Prg. von Apple eingegannen. Im folgenden Artikel habe ich einmal zusammengetragen, was <strong>jeder<\/strong> \u00fcber E-Mail wissen sollte \u2013 vieles davon mag schon bekannt sein, aber sicher nicht alles. Unter anderem erf\u00e4hrt man:<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<ul>\n<li>wie E-Mail eigentlich funktioniert<\/li>\n<li>wie man mehrere E-Mail-Adressen verwenden kann<\/li>\n<li>warum web.de, GMX und Windows Live Hotmail nicht benutzt werden sollten<\/li>\n<li>warum bei Google Mail auch nicht alles besser ist<\/li>\n<li>warum es Sinn machen kann, f\u00fcr E-Mails zu bezahlen<\/li>\n<li>wie man dem Spam-Problem <a href=\"#sicherheit\">Herr wird<\/a><\/li>\n<li>wie sicher und vertraulich E-Mails sind und sein k\u00f6nnen<\/li>\n<li>wie man ein E-Mail-Programm richtig <a href=\"#einrichtung\">einrichtet und konfiguriert<\/a><\/li>\n<li>warum HTML-Mails b\u00f6se sind<\/li>\n<li>wie man E-Mails aufs Handy bekommt<\/li>\n<\/ul>\n<h2 id=\"grundlagen\">Grundlagen<\/h2>\n<p>E-Mails sind noch immer das am meisten verwendete Kommunikationsmittel im Internet. Der Versand einer E-Mail l\u00e4uft folgenderma\u00dfen ab: <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"email-howto1\" src=\"\/\/deyhle-webdesign.com\/wp-content\/uploads\/email-howto1.png\" alt=\"email-howto1\" width=\"500\" height=\"480\" \/> Der Absender schreibt seine E-Mail und schickt sie an einen E-Mail-Server, normalerweise den seines E-Mail-Providers. Dieser Server leitet die E-Mail dann anhand der E-Mail-Adresse des Empf\u00e4ngers an den E-Mail-Server des Empf\u00e4ngers weiter, welcher wiederum die E-Mail an den Empf\u00e4nger ausliefert. Zur Identifikation von Empf\u00e4ngern und Sendern einer E-Mail dient die E-Mail-Adresse, bestehend aus @. In obigem Beispiel h\u00e4tte also Hans die E-Mail-Adresse \u201chans@mailserver.de\u201d und Paul die Adresse \u201cpaul@mymail.com\u201d. Anhand des Serverteils einer E-Mail-Adresse ist also normalerweise erkennbar, bei welchem E-Mail-Anbieter eine Adresse registriert ist. Der Teil vor dem @ ist beliebig und dient zur Identifikation einzelner Benutzer eines E-Mail-Servers \u2013 er kann normalerweise bei der Einrichtung einer E-Mail-Adresse frei gew\u00e4hlt werden. \u00dcbrigens werden E-Mail-Adressen eigentlich <strong>grunds\u00e4tzlich kleingeschrieben<\/strong>. Zwar ist es theoretisch m\u00f6glich, dass zwischen \u201cHans@mailserver.de\u201d und \u201chans@mailserver.de\u201d unterschieden wird, dies findet normalerweise aber nicht statt und beide Schreibungen funktionieren. Um Verwirrung vorzubeugen sollte man aber auf Gro\u00dfbuchstaben in E-Mail-Adressen verzichten. Viele Menschen sind der Meinung, dass sie eine E-Mail-Adresse zusammen mit ihrem Internetanschluss \u201ckaufen\u201d, \u00e4hnlich wie eine Telefonnummer. Dies kommt daher, dass viele Internetanbieter (z.B. die Telekom) ihren Kunden auch eine gratis E-Mail-Adresse anbieten. Eine E-Mail-Adresse hat aber nichts mit einem Internetanschluss oder gar einem bestimmten Computer zu tun, und daher gibt es auch jede Menge E-Mail-Provider, die nur E-Mail-Adressen anbieten und keine Internetanschl\u00fcsse. Dies ist im Allgemeinen auch die bessere Wahl, denn wenn man beispielsweise umzieht und einen anderen Internetanbieter bekommt, verliert man sonst auch die bei diesem registrierte E-Mail-Adresse. Immer wieder beobachte ich, dass Menschen auf ihren eigenen Computern ihren Internetbrowser \u00f6ffnen, die Internetadresse ihres E-Mail-Providers eingeben, sich dort mit einem Passwort anmelden und dann dort ihre E-Mails lesen. Diese Methode bringt gleich mehrere Probleme mit sich:<\/p>\n<ul>\n<li>bei jedem Abruf muss man das Passwort eingeben<\/li>\n<li>E-Mails kommen nicht von selbst an, sondern m\u00fcssen explizit abgerufen werden<\/li>\n<li>dadurch werden E-Mails oft erst versp\u00e4tet gelesen<\/li>\n<li>wenn keine Internetverbindung besteht, k\u00f6nnen keine E-Mails gelesen werden<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nat\u00fcrlich ist es immer m\u00f6glich, seine E-Mails per Browser abzurufen. Sinnvoll ist das aber nur, wenn man an einem fremden Computer sitzt. Am eigenen Computer ist es aber besser, ein E-Mail-Programm zu verwenden. Dem E-Mail-Programm ist das Passwort zum E-Mail-Account bekannt, und sobald eine Internetverbindung besteht, sieht das Programm von selbst nach, ob neue E-Mails da sind und l\u00e4dt sie herunter. E-Mails werden dann innerhalb des Programms gespeichert und k\u00f6nnen dort sowohl gelesen als auch geschrieben werden. Wenn keine Internetverbindung besteht, sind bereits empfangene Mails nat\u00fcrlich trotzdem noch da und k\u00f6nnen gelesen werden.<\/p>\n<h2 id=\"provider\">Die Wahl des richtigen E-Mail-Providers<\/h2>\n<p>Es gibt unglaublich viele E-Mail-Provider, bei denen man sich eine E-Mail-Adresse registrieren kann. Es gibt allerdings nur ein paar wenige bekannte, diese werde ich hier vorstellen und auch erkl\u00e4ren, worauf man bei der Wahl eines E-Mail-Providers achten sollte. Das naheliegendste: <strong>E-Mails beim Internetprovider.<\/strong> Wie schon oben erw\u00e4hnt, bieten die meisten Internetanbieter auch E-Mail-Adressen an. Man bekommt dann z.B. eine Adresse @t-online.de oder @aol.de. Diese sind normalerweise kostenlos f\u00fcr Kunden und au\u00dferdem sehr weit verbreitet. Das Problem dabei ist, wie gesagt, die Frage des Umzugs oder Providerwechsels \u2013 wenn eine E-Mail-Adresse an einen Internetanschluss gekoppelt ist, geht sie bei einem Wechsel nat\u00fcrlich verloren. Au\u00dferdem sind die E-Mail-Postf\u00e4cher technisch meist nicht sonderlich gut, da es sich hier um Massenware handelt, die den Kunden geschenkt wird, \u00e4hnlich wie Werbegeschenke. Daher sind E-Mail-Adressen beim Internetprovider normalerweise <strong>nur eingeschr\u00e4nkt empfehlenswert<\/strong>. Es gibt aber auch sehr viele sog. <strong>FreeMail-Anbieter<\/strong>, bei denen man kostenlos eine E-Mail-Adresse bekommen kann. Die bekanntesten Vertreter sind web.de, GMX, Windows Live Hotmail, Yahoo und Google Mail, auf diese werde ich hier n\u00e4her eingehen. Bei <strong>web.de<\/strong> handelt es sich wohl um den bekanntesten deutschen FreeMail-Anbieter. Mittlerweile geh\u00f6rt das Unternehmen zum UnitedInternet-Konzern. Mitte der 90er-Jahre gegr\u00fcndet, hat das Unternehmen es leider verschlafen, mit der Zeit zu gehen. Seit Jahren sind die Leistungen nahezu unver\u00e4ndert geblieben: Eine E-Mail-Adresse @web.de, ein Postfach, das insgesamt 12 MB Speicherplatz bietet und eine maximale E-Mail-Gr\u00f6\u00dfe von 2 MB. Dies ist heute absolut nicht mehr konkurrenzf\u00e4hig \u2013 bereits ein Foto einer mittelm\u00e4\u00dfigen Digitalkamera kann gr\u00f6\u00dfer als 2 MB sein. Auch das Limit von 12 MB kann mit ein paar Mails sehr schnell erreicht werden. Ist das Postfach voll, werden neue eingehende Mails mit einer Fehlermeldung an den Absender zur\u00fcckgeschickt und k\u00f6nnen nicht mehr empfangen werden. Die gleiche Fehlermeldung wird auch verschickt, wenn man mehr als 500 E-Mails im Posteingang hat. Die Verwendung von E-Mail-Programmen wird von web.de nicht sehr gerne gesehen. Der Abruf ist nur \u00fcber das \u00e4ltere POP3-Protokoll m\u00f6glich, au\u00dferdem wird dieser Abruf k\u00fcnstlich dahingehend limitiert, dass nur alle 15 Minuten ein Abruf m\u00f6glich ist. Zweifelhaft ist auch die sehr restriktive Spampolitik von web.de, so werden alle E-Mails, die von unbekannten Adressen aus gesendet wurden, ersteinmal in einen extra Ordner gesteckt. Unerfahrene Nutzer k\u00f6nnen so auch leicht einmal wichtige E-Mails \u00fcbersehen. Zu allem \u00dcberfluss verschickt Web.de regelm\u00e4\u00dfig Eigenwerbung an Kunden, die sich nicht abbestellen oder herausfiltern l\u00e4sst, und setzt in abgesendete E-Mails automatisch Werbung in die Signatur. Daher ist <strong>web.de absolut nicht empfehlenswert<\/strong>. Auch <strong>GMX<\/strong> geh\u00f6rt, wie web.de, zum United-Internet-Konzern. Die Leistungen sind etwas besser: so betr\u00e4gt die maximale Postfachgr\u00f6\u00dfe 1 GB, au\u00dferdem k\u00f6nnen mehrere E-Mail-Adressen unter einem Postfach vereint werden. Jedoch bietet auch GMX leider nur Abruf per POP an und verschickt t\u00e4glich Werbung an die Kunden, die zumindest mit dem GMX-eigenen Spam-Filter nicht herausgefiltert werden kann, Werbung in der Signatur abgesendeter E-Mails ist auch \u00fcblich. Daher ist GMX <strong>nur bedingt empfehlenswert<\/strong>. <strong>Windows Live Hotmail<\/strong> ist der Gratis-E-Mail-Dienst von Microsoft und weltweit sehr stark verbreitet, da E-Mail-Adressen direkt aus Windows heraus registriert werden k\u00f6nnen, wenn man den MSN Messenger bzw. Outlook Express (Windows Live Mail) nutzt. Hotmail-Nutzer haben ein Postfach mit 5 GB Gr\u00f6\u00dfe, was im Normalfall f\u00fcr einige Jahre ausreicht. In der Kritik steht seit einigen Jahren der Spamfilter von Hotmail, der teilweise erw\u00fcnschte E-Mails ohne Fehlermeldung an den Absender komplett aussortiert und sie nicht einmal in einem Spam-Ordner ablegt. Zudem hat Hotmail jahrelang keine M\u00f6glichkeit geboten, die E-Mails \u00fcber POP oder IMAP abzurufen, Microsoft Outlook war das einzige Mailprogramm, das zugelassen war. In letzter Zeit wird diese Politik aber gl\u00fccklicherweise gelockert und es ist teilweise m\u00f6glich, zumindest POP zu verwenden, dies ist aber noch kein offizielles Feature und klappt nur bei manchen Accounts. Zu erw\u00e4hnen ist noch, dass die Windows Live Hotmail Website nur im Microsoft Internet Explorer zu 100% richtig funktioniert. Daher ist <strong>Hotmail eher nicht empfehlenswert<\/strong>. Bei <strong>Yahoo Mail<\/strong> gibt es inzwischen unbegrenzten Speicherplatz, jedoch eine maximale E-Mail-Gr\u00f6\u00dfe von 10 MB. POP-Abruf wird unterst\u00fctzt, IMAP jedoch nicht (wie bei den bisher vorgestellten Konkurrenten aber auch nicht). Das ist aber auch das einzige wirkliche Argument gegen Yahoo, daher ist <strong>Yahoo eingeschr\u00e4nkt empfehlenswert<\/strong>. Kommen wir zu <strong><a href=\"http:\/\/mail.google.com\/\">Google Mail<\/a><\/strong>, au\u00dferhalb von Deutschland auch als GMail bekannt. Google ist zur Zeit der einzige E-Mail-Provider, der gratis IMAP-Zugang anbietet. Die Postfachgr\u00f6\u00dfe ist nahezu unbegrenzt. Dazu bietet Google Mail eine F\u00fclle an Einstellm\u00f6glichkeiten, so kann es z.B. auch dazu veranlasst werden, bei anderen E-Mail-Providern Mails abzuholen und \u00fcber Google Mail an den Nutzer auszuliefern. Der einzige Kritikpunkt bei Google Mail ist Google selbst: um n\u00e4mlich passende Werbung in GMail anzuzeigen, wird der Inhalt der E-Mails automatisch erfasst, genau wie das auch bei Google AdSense-Werbung geschieht. Jedoch verschickt Google selbst keine Werbung und wenn man ein E-Mail-Programm zum Abruf verwendet, bekommt man von der Werbung nichts mit. Durch den gro\u00dfen Speicherplatz und die M\u00f6glichkeit des IMAP-Abrufs wurde Google Mail sehr schnell beliebt und geh\u00f6rt heute zu den gr\u00f6\u00dften E-Mail-Providern \u00fcberhaupt \u2013 zurecht, denn <strong>Google Mail ist uneingeschr\u00e4nkt empfehlenswert<\/strong>. Die bisher genannten E-Mail-Provider waren alle kostenlos. Nat\u00fcrlich gibt es aber auch schon f\u00fcr einen geringen Betrag <strong>professionelle E-Mail-Provider<\/strong>. Diese sind grunds\u00e4tzlich die <strong>beste Wahl<\/strong>und auch die einzig richtige, wenn es um vertrauliche und wichtige Gesch\u00e4ftspost geht. IMAP ist hier Standard, au\u00dferdem wird meist angeboten, eine beliebige Domain zu verwenden (man hat also Einfluss auf den Teil hinter dem @ in der E-Mail-Adresse). Ob es einem Wert ist, f\u00fcr E-Mail Geld auszugeben, muss jeder selbst entscheiden. Insbesondere f\u00fcr Unternehmen lohnt sich das auf jeden Fall, aber auch f\u00fcr Privatanwender kann es sich lohnen, z.B. wenn man Google nicht \u00fcber den Weg traut. Auf folgende Punkte sollte man also bei der Wahl des richtigen E-Mail-Providers achten:<\/p>\n<ul>\n<li>Abruf per <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/IMAP\">IMAP<\/a> m\u00f6glich<\/li>\n<li>SSL-Verschl\u00fcsselung f\u00fcr Abruf m\u00f6glich<\/li>\n<li>Postfachgr\u00f6\u00dfe &gt; 1 GB<\/li>\n<li>maximal erlaubte E-Mail-Gr\u00f6\u00dfe &gt; 10 MB<\/li>\n<li>Spam-Filter<\/li>\n<\/ul>\n<h2 id=\"sicherheit\">Spamschutz und Sicherheit<\/h2>\n<p>Eines der gr\u00f6\u00dften Probleme von E-Mail ist der Spam. Eigentlich gibt es zwei Grundregeln, um Spam zu vermeiden.<\/p>\n<ol>\n<li>niemals die E-Mail-Adresse \u00f6ffentlich im Internet posten<\/li>\n<li>die E-Mail-Adresse nicht bei zweifelhaften Web-Angeboten eintragen<\/li>\n<\/ol>\n<p>Trotzdem ist es kaum m\u00f6glich, Spam zu verhindern. Ich bekomme zur Zeit ca. 150 Spam-Mails pro Tag. Davon bekomme ich allerdings kaum etwas mit \u2013 dank <strong>Spam-Filtern<\/strong>. Aufgrund von gewissen Merkmalen (Absenderadresse, viele Empf\u00e4ngeradressen, viele Links, Schl\u00fcsselw\u00f6rter wie \u201cViagra\u201d) k\u00f6nnen unerw\u00fcnschte E-Mails erkannt und ausgefiltert werden. Dazu gibt es zwei M\u00f6glichkeiten: Entweder wird der Spam direkt auf dem Server des E-Mail-Providers ausgefiltert, oder nach dem Herunterladen auf den eigenen Computer von einem E-Mail-Programm. Ideal ist es, wenn man IMAP verwendet, da man dadurch auch auf den Spam-Ordner eines serverseitigen Filters zugreifen kann und so falsch erkannte Spam-Mails erkennen kann. Normalerweise lassen sich auch serverseitiger und lokaler Spam-Filter kombinieren, indem der serverseitige Filter die meisten ausfiltert und der lokale dann auf die pers\u00f6nlichen W\u00fcnsche konfiguriert werden kann und im Idealfall so keine einzige Spam-Mail im Posteingang landet. Werbung, die direkt vom E-Mail-Provider versendet wird, kann logischerweise nur von einem lokalen Spam-Filter ausgefiltert werden. Vorsicht ist geboten bei Spam-Filtern, die auf Whitelists basieren \u2013 also nur E-Mails von bestimmten Absendern zustellen und alles andere ausfiltern. E-Mails von Nutzern kleinerer unbekannterer E-Mail-Server werden dann meist f\u00e4lschlicherweise aussortiert. Der Filter von web.de ist ein Beispiel f\u00fcr einen solchen Filter. Um Spam von vornherein zu verhindern, empfiehlt es sich auch, sogenannte \u201cWegwerf-Adressen\u201d zu benutzen, die z.B. f\u00fcr die Anmeldung in Foren o.\u00e4. benutzt werden k\u00f6nnen. Diese Adressen kann man auf seine Haupt-Adresse umleiten. Kommt \u00fcber eine dieser Adressen pl\u00f6tzlich viel Spam, kann man diese eine Adresse l\u00f6schen und hat den Spam los, die Haupt-Adresse bleibt aber davon unbeeintr\u00e4chtigt. Eine weitere Sache, die beachtet werden muss, ist die Art, wie man seine E-Mails abruft. Ist man in einem \u00f6ffentlichen Netzwerk bzw. WLAN, besteht grunds\u00e4tzlich die M\u00f6glichkeit, dass jeder Datenverkehr abgeh\u00f6rt werden kann. Wenn ich also meine E-Mails abrufe, kann ein Dritter diese ohne gro\u00dfen Aufwand abh\u00f6ren, genauso \u00fcbrigens auch Passw\u00f6rter. Abhilfe dagegen bietet nur ein <strong>per SSL verschl\u00fcsselter Datenverkehr<\/strong> zwischen Computer und E-Mail-Server. Ruft man seine E-Mails im Browser ab, kann man eine verschl\u00fcsselte Verbindung daran erkennen, dass die Webadresse mit \u201chttps:\/\/\u201d beginnt und nicht nur mit \u201chttp:\/\/\u201d. Bei der Benutzung von E-Mail-Programmen sollte darauf geachtet werden, dass sowohl Abruf als auch Senden nur \u00fcber eine SSL-gesicherte Verbindung geschehen. Dazu weiter unten mehr. Seit einiger Zeit gibt es noch eine wichtige Sache, die jedem Nutzer von E-Mail bewusst sein sollte. Seit 2005 sind E-Mail-Provider in Deutschland gesetzlich dazu verpflichtet, Hard- und Software vorzuhalten, um einer \u00dcberwachungsanordnung sofort Folge leisten zu k\u00f6nnen. In vielen anderen L\u00e4ndern wird schon l\u00e4nger s\u00e4mtlicher E-Mail-Verkehr <strong>staatlich \u00fcberwacht<\/strong>. Wer also vertrauliche Daten per E-Mail schicken muss, sollte dar\u00fcber nachdenken, auch die E-Mails selbst zu <strong>verschl\u00fcsseln<\/strong>. Leider werden die dazu vorhandenen M\u00f6glichkeiten von E-Mail-Providern und E-Mail-Programmen nur unzureichend unterst\u00fctzt, weswegen ein breiter Gebrauch von E-Mail-Verschl\u00fcsselung noch nicht gegeben ist. Selbst verschl\u00fcsselte E-Mails sind aber noch nicht 100%ig sicher, da z.B. Empf\u00e4nger, Absender und Betreffzeile nicht verschl\u00fcsselt werden k\u00f6nnen. Trotzdem ist es besser als gar keine Verschl\u00fcsselung, daher kann ich jedem nur empfehlen, sich mit dem Thema E-Mail-Verschl\u00fcsselung zu befassen.<\/p>\n<h2 id=\"html-mails\">Warum HTML-Mails b\u00f6se sind<\/h2>\n<p>E-Mails bestehen eigentlich nur aus reinem Text (\u201cPlain Text\u201d). Jedoch gibt es die M\u00f6glichkeit, E-Mails im HTML-Format zu schreiben, das ist die Technologie, die f\u00fcr die Darstellung von Websites verwendet wird. Dadurch ist es m\u00f6glich, E-Mails wie in einem Textverarbeitungsprogramm zu formatieren, also Schriftarten, Farben und Textauszeichnungen zu verwenden. Das bringt aber folgende Probleme mit sich:<\/p>\n<ul>\n<li>Nicht jedes E-Mail-Programm kann HTML-Mails richtig anzeigen. Dadurch kann es passieren, dass eine E-Mail beim Empf\u00e4nger kaum noch lesbar ist, da die HTML-Codes angezeigt werden.<\/li>\n<li>Durch den zus\u00e4tzlichen HTML-Code wird eine E-Mail um einiges gr\u00f6\u00dfer. Das bedeutet, dass die E-Mail langsamer gesendet wird, mehr Speicherplatz beansprucht und l\u00e4nger unterwegs ist.<\/li>\n<li>Der eigentliche Vorteil, n\u00e4mlich dass man beeinflussen kann, wie eine E-Mail beim Empf\u00e4nger aussieht, ist eigentlich keiner, da HTML-Formatierungen nicht \u00fcberall gleich aussehen.<\/li>\n<li>Viele Menschen rufen ihre E-Mails \u00fcber das Mobilfunknetz auf dem Handy ab. Diese freut es wenig, wenn eine E-Mail viel Bandbreite beansprucht, wie es bei HTML-Mails der Fall ist. Au\u00dferdem sind viele Mobiltelefone nicht in der Lage, HTML-Mails korrekt anzuzeigen.<\/li>\n<li>HTML-Mails sehen meistens h\u00e4sslich aus und haben eine andere Schriftgr\u00f6\u00dfe, als der Empf\u00e4nger es w\u00fcnscht.<\/li>\n<li>Unbewusst verschickte HTML-Mails (erkennbar durch h\u00e4ssliche Standardformatierung in Arial oder Times New Roman) vermitteln beim Empf\u00e4nger den Eindruck, es mit jemandem zu tun zu haben, der weder vom Internet noch von seinem Mailprogramm Ahnung hat.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Das absurde an HTML-Mails ist, dass sie meistens nur sehr leichte Formatierungen enthalten, die in einer normalen E-Mail, die zur Nachrichten\u00fcbermittlung gedacht ist, einfach unn\u00f6tig sind. Verschickt man dagegen E-Mails als reinen Text, w\u00e4hlt das Mailprogramm des Empf\u00e4ngers die Anzeigeart, und diese ist an die Vorlieben des Empf\u00e4ngers anpassbar. M\u00fcssen unbedingt gewisse Formatierungen verwendet werden, empfiehlt es sich eher, z.B. eine PDF-Datei zu erstellen und diese per Anhang mitzuschicken. \u00dcbrigens l\u00e4sst sich meistens dort, wo \u201creiner Text\u201d eingestellt werden kann, auch die Standardcodierung einstellen: das sollte im Idealfall UTF-8 sein, da dort auch Umlaute etc. enthalten sind.<\/p>\n<h2 id=\"einrichtung\">Beispielhafte Einrichtung eines E-Mail-Programms<\/h2>\n<p>Ich f\u00fchre die Einrichtung hier mithilfe von Google Mail und dem Apple-Mailprogramm durch. Mit anderen Providern und Mailprogrammen l\u00e4uft das aber \u00e4hnlich ab. Bei der <strong>Registrierung bei Google Mail<\/strong> sollte man darauf achten, sich auf der amerikanischen Google-Seite anzumelden. In Deutschland findet n\u00e4mlich der Begriff \u201cGMail\u201d bei Google keine Verwendung, E-Mail-Adressen von Google enden hierzulande immer auf @googlemail.com. Bei einer Registrierung auf der amerikanischen Website bekommt man dagegen eine E-Mail-Adresse @gmail.com, was doch um einiges k\u00fcrzer und pr\u00e4gnanter ist. @googlemail.com funktioniert \u00fcbrigens trotzdem, au\u00dferdem kann hinterher der Standort und die Sprache umgestellt werden. <strong>Update:<\/strong> Offensichtlich bringt es nichts, einfach auf die amerikanische Seite zu gehen, um eine E-Mail-Adresse @gmail.com zu bekommen. Jedoch kann man mit jedem Google-Mail-Account auch E-Mails empfangen, die an eine Adresse @gmail.com geschrieben wurden. Lediglich beim Senden steht immer @googlemail.com in der Absenderadresse. Also: Ruhig auf der deutschen Google-Seite einen Account registrieren. Empfangen werden auch E-Mails, die an die kurze Version der Adresse geschrieben wurden. Nach der <a href=\"http:\/\/mail.google.com\/mail\/signup\">Registrierung<\/a> sollten einige Einstellungen bei Google Mail getroffen werden: In den allgemeinen Einstellungen ganz unten w\u00e4hlen wir Unicode-Codierung f\u00fcr ausgehende Nachrichten. Das verhindert, dass Umlaute und andere Sonderzeichen beim Empf\u00e4nger nicht ankommen. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"gmail_utf8_ssl\" src=\"\/\/deyhle-webdesign.com\/wp-content\/uploads\/gmail_utf8_ssl.png\" alt=\"gmail_utf8_ssl\" width=\"528\" height=\"147\" \/> Au\u00dferdem ist es sinnvoll, Google Mail dazu zu bringen, grunds\u00e4tzlich eine SSL-gesicherte Verbindung zu verwenden (\u201cImmer https verwenden\u201d). Weiter geht es dann in den Kontoeinstellungen:<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"gmail_adressen1\" src=\"\/\/deyhle-webdesign.com\/wp-content\/uploads\/gmail_adressen1.png\" alt=\"gmail_adressen1\" width=\"570\" height=\"262\" \/> Oft hat man mehrere E-Mail-Adressen, die alle bei einem Konto ankommen \u2013 z.B. wenn man eine eigene Domain hat. Wenn man von dort nun Weiterleitungen auf seinen Haupt-Account eingerichtet hat, kommen die Mails zwar an \u2013 Google weigert sich aber, von der Adresse aus E-Mails zu versenden. Dieses Problem l\u00f6st man mit der Funktion \u201cWeitere E-Mail-Adresse hinzuf\u00fcgen\u201d. Nach einer Best\u00e4tigungsmail taucht die E-Mail-Adresse im \u201cE-Mail senden\u201d-Dialog auf. Eine so hinzugef\u00fcgte Adresse kann auch als Standard-Adresse festgelegt werden. Direkt darunter gibt es die Funktion \u201cAnderes E-Mail-Konto hinzuf\u00fcgen\u201d \u2013 eine der st\u00e4rksten Funktionen von GMail. Wenn man \u2013 wie ich \u2013 \u00fcber die Jahre diverse E-Mail-Adressen bei verschiedenen Providern angesammelt hat, ist es nat\u00fcrlich, wie oben erw\u00e4hnt, die einfachste M\u00f6glichkeit, dort einzustellen, dass die E-Mails an die Hauptadresse weitergeleitet werden sollen. Jedoch ist das nicht bei allen Anbietern m\u00f6glich. Wird jedoch ein POP3-Abruf angeboten, was inzwischen gl\u00fccklicherweise fast \u00fcberall \u00fcblich ist, gibt es doch einen Weg: Man kann Google Mail als Mailprogramm verwenden, das dann automatisch per POP3 die \u201cfremden\u201d E-Mails abholt und ebenfalls im Google-Mail-Posteingang anzeigt. Auf diese Weise kann man z.B. auch einen Windows-Live-Hotmail-Account per IMAP unter Google Mail weiterbenutzen. Achja \u2013 wir m\u00fcssen Google Mail noch dazu veranlassen, E-Mails per IMAP bereitzustellen. Unter \u201cWeiterleitung und POP\/IMAP\u201d in den Einstellungen treffen wir zwei Einstellungen: <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"gmail_imap\" src=\"\/\/deyhle-webdesign.com\/wp-content\/uploads\/gmail_imap.png\" alt=\"gmail_imap\" width=\"512\" height=\"251\" \/> Zuerst deaktivieren wir den POP-Download (im Screenshot ist das schon passiert), da wir das ja nicht mehr ben\u00f6tigen. Damit nicht aus Versehen per POP alle E-Mails von Google Mail gel\u00f6scht werden, ist das sinnvoll. Dann muss nat\u00fcrlich noch der IMAP-Zugriff aktiviert werden. Dadurch verbleiben grunds\u00e4tzlich alle E-Mails auf dem Google-Mail-Server und werden nicht \u2013 wie bei POP \u2013 heruntergeladen und dann gel\u00f6scht. Das hat den Vorteil, dass die E-Mails sicherer gespeichert sind und man auch von verschiedenen Computern darauf zugreifen kann. Au\u00dferdem bietet IMAP die M\u00f6glichkeit, E-Mails in Ordnern zu organisieren. Diese Ordnerstruktur mit allen E-Mails ist dann immer \u00fcberall synchron, auf dem privaten PC, auf dem Computer im B\u00fcro, auf dem Handy oder Smartphone und auch auf einem fremden PC, wenn wir per Internetbrowser auf die E-Mails zugreifen wollen. Google bietet direkt bei der Option, IMAP zu aktivieren, auch einen Link \u201cKonfigurationsanweisungen\u201d, wo genau erkl\u00e4rt ist, wie man Google Mail in verschiedenen Mail-Programmen einrichtet. Ich werde hier exemplarisch zeigen, auf welche Einstellungen in Apple Mail geachtet werden muss, die Einstellm\u00f6glichkeiten sehen aber in MS Outlook oder Mozilla Thunderbird \u00e4hnlich aus. Der erste Fallstrick taucht in machen Mailprogrammen schon beim Aufruf des Accounteinrichtungsassistenten auf, sobald man eine Google-Adresse angibt: <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"mail_automatisch\" src=\"\/\/deyhle-webdesign.com\/wp-content\/uploads\/mail_automatisch.png\" alt=\"mail_automatisch\" width=\"455\" height=\"312\" \/> Das H\u00e4kchen bei \u201cAccount automatisch einrichten\u201d wird standardm\u00e4\u00dfig n\u00e4mlich gesetzt. Normalerweise versucht das Mailprogramm dann aber, die Verbindung per POP herzustellen, wir wollen ja aber IMAP verwenden. Daher sollte man das H\u00e4kchen entfernen und die IMAP-Serverdaten von Hand eingeben. Einige Dinge sind dann noch zu beachten: <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"mail_ssl\" src=\"\/\/deyhle-webdesign.com\/wp-content\/uploads\/mail_ssl.png\" alt=\"mail_ssl\" width=\"339\" height=\"112\" \/> Sowohl beim Eingangs- als auch beim Ausgangsserver sollte SSL verwendet werden, um eine verschl\u00fcsselte Kommunikation zwischen Mailprogramm und Mailserver zu erzwingen. Ebenfalls aktiviert werden sollte der \u201cIDLE-Befehl\u201d, dadurch kommen neue E-Mails sofort an, und nicht erst, wenn das Mailprogramm beim Server \u201cnachfragt\u201d. Eine weitere Sache sollte noch in <strong>jedem<\/strong> Mailprogramm eingestellt werden: <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"mail_plaintext1\" src=\"\/\/deyhle-webdesign.com\/wp-content\/uploads\/mail_plaintext1.png\" alt=\"mail_plaintext1\" width=\"431\" height=\"75\" \/> Der \u201creine Text\u201d oder auch \u201cplain text\u201d als Format f\u00fcr neue E-Mails. Ansonsten werden meist standardm\u00e4\u00dfig HTML-E-Mails (\u201cFormatierter Text\u201d) versendet, und ich habe ja weiter oben schon ausgef\u00fchrt, warum das nicht gut ist. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"mail_plaintext2\" src=\"\/\/deyhle-webdesign.com\/wp-content\/uploads\/mail_plaintext2.png\" alt=\"mail_plaintext2\" width=\"437\" height=\"68\" \/> Auch sollte das Mailprogramm daran gehindert werden, beim Antworten das gleiche Format wie in der Original-E-Mail zu verwenden. Ist das H\u00e4kchen deaktiviert, wird immer als reiner Text geantwortet und man versendet nicht aus Versehen HTML-Mails. Noch ein Wort zu IMAP-Ordnern: Standardm\u00e4\u00dfig werden die IMAP-Ordner \u201cGesendet\u201d, \u201cEntw\u00fcrfe\u201d, \u201cSpam\u201d etc. extra aufgelistet. Um diese als Unterordner der entsprechenden Standardordner des Mailprogramms zu verwenden, muss man eben dies noch einstellen: In Apple Mail geht man dazu in einen dieser Ordner (z.B. den Ordner \u201cDrafts\u201d) und dann im Men\u00fc unter \u201cPostfach\u201d auf \u201cDieses Postfach verwenden f\u00fcr\u201d \u2013 \u201cEntw\u00fcrfe\u201d. Nat\u00fcrlich sollte das Mailprogramm so eingestellt sein, dass es auch Entw\u00fcrfe, Mails im Papierkorb etc. auf dem Server sichert, um seine Mails \u00fcberall per IMAP synchron zu halten. So wie hier beschrieben kann der Account nun bei beliebig vielen Mailprogrammen eingerichtet werden, und \u00fcberall werden die Mails gleich aussehen und zur gleichen Zeit auftauchen. \u00dcbrigens entgegen einer weit verbreiteten Meinung auch auf mobilen E-Mail-Programmen, sofern sie den IMAP-IDLE-Befehl unterst\u00fctzen \u2013 Push-Dienste wie Blackberry oder MobileMe ben\u00f6tigt man dann n\u00e4mlich nicht. Soviel dann vorerst zu meinem kleinen E-Mail-HowTo. Anmerkungen, Korrekturen und Kommentare sind nat\u00fcrlich immer gerne gesehen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Basis ist f\u00fcr jederman interessant. Es wird aber zunehmend auf das Mail Prg. von Apple eingegannen. Im folgenden Artikel habe ich einmal zusammengetragen, was jeder \u00fcber E-Mail wissen sollte \u2013 vieles davon mag schon bekannt sein, aber sicher nicht alles. 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